Entstehungsgeschichte
Am 1. Juni 1901, ein Jahr nach der Olympiade in Paris, im
Jahr der Einweihung der Wuppertaler Schwebebahn und der Erfindung der drahtlosen
Telegrafie, sowie der sportreifen Einführung des Tischtennis, sind es
„mutige“ Männer, die in Dörrigsen im „Jahnschen
Sinne“ einen Turnverein gründen.
Heinrich Arnemann, Heinrich Kornehl, Gustav Holzhausen und
August Küchemann bilden den Gründungsvorstand.
Erst heute findet die wertvolle Arbeit des Vereins, die in Zeiten der Not
geleistet wurde, die gebührende Anerkennung. Voller Stolz und Dankbarkeit
blicken wir am Jubiläumstag auf die Männer zurück, die vor
100 Jahren unseren Verein ins Leben riefen.
Immer wieder haben Sportler/Innen mit viel Idealismus und Treue zum Sport
dazu beigetragen, dass der Verein erhalten blieb und somit das sportliche
Leben des Dorfes förderte.
Sie haben durch ihr aufopferungsvolles Wirken stets die Pflege und Förderung
des deutschen Sports als hervorragende Aufgabe angesehen mit dem Bemühen,
in der Jugend Begeisterung für den gemeinschaftlichen Leibessport zu
erwecken und zu erhalten.
Nicht unerwähnt bleiben soll diesem Zusammenhang unser langjähriger
Vorsitzender Kurt Schmidt, der nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bis 1967
einen wesentlichen Anteil am weiteren Aufbau unseres TSV „Jahn“
Dörrigsen hatte. Zu dieser Zeit wurde hauptsächlich das Turnen betrieben,
aber es kam auch zur Gründung der Tischtennisabteilung.
Anschließend übernahm Kurt Müller die Vereinsführung
und behielt sie 22 Jahre lang inne. Es kam dann neben den bereits genannten
Sparten noch die Damengymnastikgruppe hinzu.
Im Jahre 1990 wurde dann Hans-Albert Hesse zum Vorsitzenden gewählt,
der auch heute noch dem Verein vorsteht.
Ein Schwerpunkt in der Vereinsarbeit liegt nach wie vor in der Förderung
der Jugendarbeit und die stetige Nutzung neuer Trainingsarten und –methoden,
die durch ständige Fortbildung der Übungsleiter gewährleistet
wird.
Somit erklärt sich auch der weitere Anstieg der Mitgliedszahlen, obwohl
bundesweit dieser Trend in die negative Richtung weist. Inzwischen haben sich
über 270 Sportbegeisterte unserem Verein angeschlossen, darunter natürlich
auch viele Kinder und Jugendliche.
Durch stetes Bemühen der Vorstände ist es unserem Verein schließlich
gelungen, nach den ersten turnerischen Aktivitäten auf einem Gaststättensaal,
die verantwortlichen Politiker davon zu überzeugen, die ehemaligen Klassenräume
der nicht mehr genutzten Schule zunächst in einen Sportraum umbauen zu
lassen.
Im Jahre 1987 kam es dann zur Fertigstellung unserer Kleinsporthalle, wo seit
dieser Zeit unter optimalen Voraussetzungen Sport betrieben werden kann. Die
Halle wurde auf Kosten unseres Vereins mit einer Musikanlage ausgestattet,
die während der damaligen Einweihungsfeier schon die anwesenden Ehrengäste
in Erstaunen versetzte. Erst im Jahr 2000 wurde diese Anlage wieder mit modernster
Technik verbessert.
Als Ausrichter von Gaukinderturnfesten, Gauturntagen und Turnfesten für
die „reifere Jugend“, Verbandstagungen, Kreis-Cross-Läufen
, Volkswandertagen und Tischtennispokalturnieren, sowie der Teilnahme an anderen
überörtlichen Veranstaltungen, wie : Nibelungenspiele in Dassel,
Sportfest „unter der Homburg“ in Stadtoldendorf, Biathlonwettkämpfe
in Mackensen, Hubebergturnfest in Einbeck, Sportfest in Eschershausen, Marathonläufe
in Hamburg und Berlin, Landesturnfeste (mit unserer Vereinsfahne), Kreiswettkämpfe
der Leichtathleten, Kreispokalspiele der Tischtennismann-schaften, und beim
jährlichen Sportabzeichenwettbewerb, hat sich unser TSV „Jahn“
Dörrigsen auch im größeren Rahmen bekannt und verdient gemacht.
Heute sind wir stolz darauf, ein weit gefächertes Angebot zur sportlichen
Betätigung anbieten zu können, wie: Mutter & Kind Turnen, Kinder-/Schüler-
und Jugendturnen, Herrenturnen, Damengymnastik, Aerobicgruppe der Damen, Seniorenturngruppe,
Wandergruppe, sowie Tischtennissport für Schüler / Jugendliche und
Herren.
Aus eigenen Mitteln wurde auch im Jahre 1996 eine neue Vereinsfahne angeschafft,
die im festlichen Rahmen der „Fahnenweihe“ der Öffentlichkeit
vorgestellt wurde.
Um auch weiterhin die staatlichen Zuschüsse in Anspruch nehmen zu können,
wurden wir 1998 nach Antrag beim zuständigen Finanzamt als „gemeinnützig“
anerkannt und es folgte nach Beschluß der einberufenen Versammlung am
17.2.2001 im Mai dieses Jahres schließlich die Eintragung in das Vereins-register
beim zuständigen Amtsgericht in Einbeck.
Damit wurden alle erforderlichen Schritte vollzogen, die eine weitere moderne
Vereinsführung für die Zukunft möglich machen.



